Mittwoch, 4. November 2009

Erkenntnis (wieder einmal)

Man kann Verwandte manchmal nicht bedingungslos lieben. Nicht, wenn zu viel vorgefallen ist. Nicht, wenn sie so ganz anders sind als man selbst. Nicht, wenn keine Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Wären wir nicht miteinander verwandt, würden wir uns ganz sicher nicht leiden können. Bulgarische Familien verpflichten einen irgendwie. Meistens nur positiv, manchmal auch negativ.

8 Kommentare:

Wortteufel hat gesagt…

Ja, das kennen wir nur zu gut. Jedoch sind wir jetzt einen Schritt weitergegangen: man kann nichts für seine Familie. Und nur, weil man Familie ist, heißt das nicht, dass man mit manchen davon zu tun haben muss, wenn sich da jemand daneben benimmt.

Es hat uns sehr befreit.

Bulgariana hat gesagt…

Kann ich mir sehr gut vorstellen.

entegutallesgut hat gesagt…

Da gibt es einen Satz, den ich immer wieder herauskrame: Freunde kann man sich aussuchen, Verwandte nicht.

terschies hat gesagt…

war es nicht Mark Twain der sagte, dass Freunde die Entschuldigung des lieben Gottes für die Verwandten sei? Ich denke fast jedesmal an diesen Spruch, wenn ich bei meinen Eltern bin.
Leider bin ich mit sehr anstrengender Familie ausgestattet und insbesondere mit tyranischer Mutter, die uns noch immer gut im Griff hat. (ich gebe es ungern zu, aber ich stelle immer die selben Verhaltensweisen an uns allen fest und die Grundregel besagt, dass die Mutti zufriedenstellen sei).

Bulgariana hat gesagt…

@Ente, das stimmt. Aber es verletzt mich immer wieder so.

@terschies, hier ist es so ähnlich. Nur sind es nicht meine Eltern, was mir die Sache ein wenig erleichtert.

Ich fände es so schön, wenn es anders wäre.

chiefjudy.com hat gesagt…

Leider kenne ich sowas ähnliches auch...
Aber hat das nicht jeder irgendwo? Verwandtschaft, die man lieber meiden würde? Ich höre es immerwieder von allen Seiten.

entegutallesgut hat gesagt…

@Bulgariana: Das glaube ich dir gerne, das ging mir ebenso. Besonders wenn man der typische Familienmensch ist, dann versteht man diese Gehässigkeiten einfach nicht. Wenn du aber dahinterblickst, warum sie entstehen, dann verstehst du es und kannst darüber gleichgültig reagieren. Das rate ich dir sehr! Es nehmen diese ständigen Verletzungen so viel Kraft und Liebe. Da musst du dich einfach davor schützen und vielleicht nicht mehr so oft hingehen. Aus Basta! Kopf hoch!

entegutallesgut hat gesagt…

@tscheries: Herrlich dieser Mark Twain Spruch! Den merk ich mir!