Montag, 16. November 2009

Fällt euch etwas auf?

Seit ein paar Tagen ist es richtig still um die Swine Flu geworden.
Nachdem auch der letzte Versuch mit "Schnell impfen, der Impfstoff geht aus!" von den Meisten ignoriert worden ist, ist irgendeine Art von Schweinepause eingetreten.
Ich bin mal gespannt wie lang.

Spekulatius Sterne





Diese Spekulatiussterne waren mein erster Versuch Spekulatius ohne die dafür notwendige Form herzustellen. Ich habe diese Formen lange gesucht aber in Österreich leider nirgends gefunden, deswegen gibt es hier Spekulatius in Sternform. Schmeckt mindestens so gut!
Zutaten:
  • 200 Gramm Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 100 Gramm Zucker
  • 50 Gramm Brauner Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Msp. Kardamom
  • 1 Msp. Nelken
  • 130 Gramm kalte Butter

Zum Bestreichen:

  • 1 Eigelb
  • 2-3 EL Milch
  • Mandelblättchen
  1. Mehl, Backpulver, Zucker, Gewürze, Ei und Butter zu einem Teig verkneten. Im Kühlschrank rasten lassen.
  2. Das Backrohr auf 180 °C-200°C vorheizen. Den gekühlten Teig mit etwas Mehl durchkneten bis er geschmeidiger wird, ausrollen und Sterne ausstechen.
  3. Die Sterne auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit der Eimilch bestreichen und die Mandelblättchen draufstreuen.
  4. Die Sterne ca. 8-10 Minuten goldbraun backen.














Freitag, 13. November 2009

Liebeserklärung

Früh am Morgen, wenn alle noch schlafen, läutet mein Wecker. Es ist 06:00 Uhr und ich weiß, ich habe eine dreiviertel Stunde, die nur mir allein gehört. Das ist meine Zeit. Ich dusche, putze mir die Zähne, ziehe mich an (das alles im Rekordtempo) und gehe in die Küche, wo meine geliebte Kaffeemaschine auf mich wartet. Ich suche mir immer ganz bewusst die Kaffeetasse für den ersten Kaffee aus. Bin ich fröhlich, erwartet mich viel Arbeit, habe ich an dem Tag viele Telefonkonferenzen, habe ich frei, gehe ich erst später aus dem Haus, habe ich zur Zeit viele Sorgen und will sie loswerden ...
Und dann den Knopf drücken und während die Maschine rattert und die Tasse sich füllt, den ersten Kaffeeduft einatmen. Ich mag am Morgen keinen dünnen Kaffee, aber auch kein Espresso, der Erste muss den Becher zu 3/4 füllen, cremig sein und dennoch Platz für ein Schuss Milch lassen. Dann atme ich erneut den Duft ein und trinke den ersten Schluck. Und dann den zweiten gleich hinterher. Mindestens zwei ungelesenen Zeitschriften warten auf mich und weiß, ich habe noch eine halbe Stunde Zeit, die den Kaffee und mir ganz allein gehört. Und mein Tag ist schön.

Dienstag, 10. November 2009

Botschaft

Genaugenommen, die bulgarische Botschaft. Ich brauche eine beglaubigte Vollmacht und muss aus dem Grund nach Wien. Weil Bulgarien aus Prinzip alle 7 Minuten die Bestimmungen für das Beglaubigen einer Vollmacht ändert, rufe ich, gut erzogen wie ich bin um 08:30 dort an. Eine leise, schüchterne, verschlafene Stimme hebt ab. Ich frage gut erzogen wie ich bin was genau ich mitnehmen muss, damit man mich nicht wie sonst auch als erstes mal unfreundlich nach Hause schickt. Die Stimme flüstert ins Telefon, dass sie das nicht wisse. Wer weiß es dann - frage ich. Auskunft kriege ich nur Nachmittags zwischen 14:00 und 16:00 Uhr, sagt sie. Parteienverkehr sei allerdings nur von 09:00 - 12:00 Uhr, was bedeuten würde, dass ich erst heute am Nachmittag die Info kriege und morgen nach Wien muss. Ok, aber ich muss die Vollmacht heute abschicken. Das heißt, die Information brauche ich jetzt. Sofort. Nein, flüstert sie wieder, sie ist nur für das Telefon zuständig (!)
Ich springe also ins Auto, düse nach Wien, überraschenderweise kriege ich auch schnell ein Parkplatz (nicht den des Botschafters :o)) und klingele an der großen schwarzen Tür. Früher musste man in der Kälte oder Hitze stehen, warten und dann laut in die Gegensprechanlage schreien was möchte, zu wem man möchte, wie man heisst, wo man geboren ist und wie die Telefonnummer lautet. Heute ertönt ein Summton und ich drücke die Tür auf. Als nächstes muss ich durch so eine Art Sicherheitskontrolle wie am Flughafen. Es piept. Wie immer, wenn ich durch solche Bögen gehe. Ich gehe trotzdem durch, das Piepen wird lauter. Die Stufen hoch. Dort im Glashaus sitzt die Schlaftablette von heute morgen, blond, zierlich und blauäugig. Neben ihr steht ein dicker, dunkelhaariger junger Mann, der offensichtlich die Security darstellen soll, aber damit beschäftigt ist die Schlaftablette anzuschmachten. Er blickt kurz auf, kriegt nach ein paar Sekunden Denkpause mit, dass ich der Grund für das Piepen bin, richtet sich eindrucksvoll auf und sinkt wieder in sich zusammen. Grund sind meine Augenbrauen, die in Micky Maus - Stellung verharren. Ich gehe beim Glashaus vorbei und stolpere fast über ein riesengroßes Plakat mit ... genau - DIE LISTE, nach der ich sie heute morgen gefragt habe. Hätte sie ihr feines Nässchen nur einen Millimeter nach links bewegt, hätte sie mir ganz mühelos vorlesen können was ich brauche. Im Konsulat selber herrscht Ruhe - nur ein paar Menschlein mit Passprobleme und ich. Die Dame hinter der nächsten Glasscheibe starrt mich vorwurfsvoll an. Ah, ich habe vergessen die Micky Maus - Brauen wieder nach unten zu befehlen, damit erreiche da wo ich bin natürlich nichts. Ich setze also ein strahlendes Lächeln auf (wirkt übrigens sofort!) und beginne mein Anliegen zu erklären. Sie hört mir zu (!), nickt (!), sagt, dass ich eh alle Dokumente und Daten, die ich für das Erstellen der Vollmacht brauche habe (!), bittet mich kurz zu warten und verschwindet. Genau 6 Minuten später ist sie wieder da. Die Vollmacht ist beglaubigt, unterzeichnet, gestempelt. Und dann trübt sie leider meine Laune. Wenn ich die Vollmacht jetzt gleich haben will, muss ich 30 EUR zahlen. Wenn ich sie erst morgen abhole kostet sie mich 15 EUR ... Ich habe die 30 EUR bezahlt und bin gefahren. Ein bitterer Nachgeschmack ist trotzdem da.

Montag, 9. November 2009

Nervig

...ist es, wenn mich Mütter mit weit aufgerissenen Augen in der Früh anstarren und mich flüsternd fragen, ob ich impfen gehe. Sehr nervig. Das trägt kein bisschen zu meiner Beruhigung bei, bin ich doch ein geborener Hypochonder. Mein halbwegs gesunder Hausverstand sagt mir, dass ich mir keine Sorgen machen muss, aber die billige Berichterstattung und die eben oben erwähnten aufgerissenen Augen bringen meine Welt wieder durcheinander.
Ist meine Sicht der Dinge plötzlich verschoben oder könnt ihr euch erinnern wie es vor 10-15 Jahren noch war? Keine Epidemie und schon gar keine Pandemie, keine Flugzeugabstürze, keine Bomben in Touristenländer. Oder besser gesagt diese Dinge haben nicht den Alltag geprägt. Sie waren Einzelfälle. Nicht Dauerzustand. Oder nicht?

Freitag, 6. November 2009

Heurigenempfehlung (unbezahlt)

Sollte jemand in Bezirk Baden auf Heurigensuche sein und den einen hier kennen, dann empfehle ich das Weingut der Familie Auer in Tattendorf. Nette Besitzer, tolles Heurigenbuffet (mit einer sehr geduldigen Dame dahinter, die mir alle Aufstriche in ihre Bestandteile aufgezählt hat und erklärt hat wie sie zubereitet werden )und sehr sympathisches Personal weitab von Touristenfloskeln und aufgesetzte Höflichkeit. Getrunken haben wir Pinot Noir 2008 und in der angrenzenden Bar mit Galerie schenkt der Senior Chef seine Schätzchen aus.


Aus´gsteckt is bis 08. November und von 26. November bis 06. Dezember

Wie kommt dieses Bild bei Ihnen an?


Ich möchte (mit Absicht) nichts dazu schreiben.

Donnerstag, 5. November 2009

Chocolate Cupcakes





Das ist ein absolutes Geheimrezept. Meine Freundin hat mich beschworen nie darüber zu reden, weil es so geheim ist *augenroll*. Eigentlich durfte ich es gar nicht posten, weil...keine Ahnung. Dürfte so eine Sache wie mit den Rezepten von Ocynthia sein. Manche Autoren postet man um nichts in der Welt, weil Copyright - you know. Andere wieder werden pausenlos kopiert und veröffentlicht. Ich habe die Regeln hierfür noch nicht kapiert. Weil aber diese Chocolate Cupcakes absolut unglaublich leicht zu machen sind und noch dazu so toll schokoladig und fluffig sind, teile ich dieses wunderbare Rezept gern mit euch:

Chocolate Cupcakes (ohne Icing/Frosting)


1 1/4 cups ungesüsster Kakao

2 1/2 cups Mehl

2 1/2 cups Feinzucker

2 1/2 TL Natron

1 1/4 TL Backpulver

1 1/4 TL Salz

1 1/4 cups Milch

2 große Eier und 1 Eigelb

1/2 cup und 2 EL Öl

1 Paket Vanille (kein Vanillin)

1 1/4 cups warmes Wasser


1. Ofen auf 180°C vorheizen. In einer wirklich große Rührschüssel alle trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Zucker, Natron, Backpulver, Vanille und Salz) mischen, jetzt die Eier, das Eigelb, das Öl, die Milch und das warme Wasser zu den trockenen Zutaten geben. Kurz mit einem Holzlöffel das ganze umrühren und dann mit den Handmixer auf niedrige Stufe ca. 3 Minuten langsam rühren.

2. Zwei Muffinbleche oder Silikonformen mit Papierförmchen auskleiden (ich habe meine bei BILLA gefunden und ich liebe sie!), die Schokoladenmasse zu 3/4 in die Förmchen gießen und im vorgeheiztem Ofen ca. 20-25 Minuten backen (wenn man Muffinbleche verwendet dann auf ein Rost backen und wenn man Silikonformen verwendet auf ein Backblech setzen). Unbedingt Stäbchenprobe machen, Backzeit variiert je nach Marke.


3. Nach dem Backen gut auskühlen lassen und wenn sie vollständig erkaltet sind, kann man ihnen ein tolles Frosting verpassen. Mein Frosting ist mir leider optisch etwas misslungen, deswegen kein Rezept dafür.


Mittwoch, 4. November 2009

Erkenntnis (wieder einmal)

Man kann Verwandte manchmal nicht bedingungslos lieben. Nicht, wenn zu viel vorgefallen ist. Nicht, wenn sie so ganz anders sind als man selbst. Nicht, wenn keine Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Wären wir nicht miteinander verwandt, würden wir uns ganz sicher nicht leiden können. Bulgarische Familien verpflichten einen irgendwie. Meistens nur positiv, manchmal auch negativ.

Apropos Kekse

Eine großartige Idee! Hier.